Hortbetreuung - Die fröhliche Schulbande

 

1. Unser Hort

 

1.1 Lage und Träger der Einrichtung

In unmittelbarer Nähe des Kinderhauses Arche Noah befindet sich unser Hort in den Räumlichkeiten der Kösseine-Schule in Tröstau.

 

Träger des Horts ist - wie im Kinderhaus - das Diakonische Werk Selb-Wunsiedel.

 

1.1.2 Leitbild

Kinder sehen wir als eigenverantwortliche Akteure und Konstrukteure ihrer Entwicklung. Diese gestalten ihre Bildung von Anfang an aktiv mit und übernehmen dabei entwicklungsangemessene Verantwortung. In unserer Arbeit ist die ganzheitliche und freie Entfaltung unserer Kinder zu lebensfrohen, gesellschaftsfähigen und eigenverantwortlichen Menschen von großer Bedeutung.

 

Die Arbeit unseres Horts steht unter den Leitspruch:

 

Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler und Anstrengung zu, denn daraus kann ich lernen.

 

 

1.2 Unser Hort stellt sich vor

Wir betreuen Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse. Es besteht die Möglichkeit, 20 Kinder gleichzeitig zu betreuen. Eine Besonderheit unseres Horts besteht darin, dass er sich im gleichen Gebäude wie die Grundschule befindet.

 

An erster Stelle steht für uns das Kind mit seinen Bedürfnissen, Wünschen und Befindlichkeiten. Wir geben den Kindern soziale Eingebundenheit, indem die Kinder einer Gruppe zugehörig sind. Wir bieten die Möglichkeit Autonomie zu erleben, durch selbstgesteuertes Handeln, aber auch Kompetenzerleben, indem die Kinder auftauchende Probleme aus eigener Kraft bewältigen können.

 

Ziele:

-          Entwicklung von Selbstvertrauen

-          Autonomieerleben

-          Kognitive Kompetenzen

-          Physische Kompetenzen

-          Soziale Kompetenzen

 

 

1.3 Ziele der pädagogischen Arbeit:

Die pädagogische Institution Hort stellt eine familienunterstützende und familienergänzende Einrichtung dar. Der Hort unterstützt Familien bei der Betreuung, Erziehung und Bildung ihrer Kinder ab der Einschulung bis zur Vollendung der Grundschulzeit. Als Grundlage ihrer pädagogischen Arbeit orientieren sich bayerische Horte an den Empfehlungen für die pädagogische Arbeit des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung.                                                                                                                              

Ergänzend zur Familie sind Horte für Kinder Lebens- und Lernorte. Sie bieten den Kindern Möglichkeiten sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln.

 

 

1.4  Raumkonzept/ Rahmenbedingungen

Unsere Horträume sind auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet. Vielseitige Möglichkeiten bieten die Räume durch die offene Gruppenarbeit. Die Räumlichkeiten laden die Kinder zum Lernen, Spielen, Konstruieren, Kreatives Schaffen,  Bewegen,  Ausruhen, aber auch zum Arbeiten mit den Montessori Material ein.  Die Räumlichkeiten des Horts entsprechen den Interessen der Kinder und ermöglichen ihnen Anregung, Erfahrung, Integrierung und Sicherheit. Durch eine gute Strukturierung wird es möglich, ein Zimmer mit mehreren Funktionen zu schaffen, zum einen Gruppenzimmer, zum anderen Funktionsbereich.

 

 

Unterschiedliche Funktionsecken und Materialien regen die Kinder an zum:

-          Bauen und Konstruieren

-          Lernen mit den Montessori Material

-          Experimentieren

-          Singen, Tanzen und Musik hören

-          Entspannen

-          Tischspiele

-          Kreativecke (Malen, Gestalten, Kneten, Schneiden)

-          Schreiben und Lesen / Vorlesen

-          Bewegen im Pausenhof/Fußballplatz/Turnhalle

-          Bewegungszimmer mit Kicker und Billard

 

2. Tagesablauf

Zwischen 6:30 bis 7:45 Uhr werden die Kinder im Kinderhaus betreut. In dieser Zeit können die Kinder die Spielbereiche des Kinderhauses nutzen, aber auch etwas Lernen.

 

Ankunft der Kinder im Hort:

Richtet sich nach Schulende der Kinder zwischen 11:20 -13:00 Uhr. Wir geben den Kindern Zeit und Raum um über Probleme, die sie nach ihrem Schulvormittag belasten, mit uns zu sprechen.

 

Hausaufgabenzeit im Hort:

Die Hausaugabenzeit beginnt zwischen 11:30 und 13:30 Uhr. Dies ist abhängig vom Unterrichtschluss der verschiedenen Klassen.                                                                                
Der Hort übernimmt mit der angebotenen Hausaufgabenzeit die Rolle der Unterstützung und Begleitung. Dabei achten wir auf Sauberkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit der Hausaufgaben. Wir motivieren die Kinder, die gesamten Hausaufgaben im Hort zu erledigen. Sollten einzelne Kinder jedoch überfordert sein, müssen die Hausaufgaben zu Hause beendet werden.                                                              
Die Hausaufgaben werden von Montag bis Donnerstag im Hort erledigt. Freitags werden die Hausaufgaben zu Hause gemacht, damit die Eltern bei der Erledigung am Wochenende einen Überblick über die Lernfortschritte während der letzten Schulwoche erhalten.

 

Wichtig:

Wir geben den Kindern während der Hausaufgaben so viel Hilfe wie nötig und so wenig wie möglich, um ihre Neugier, Eigenständigkeit und dem Lernverhalten Raum zu lassen. Gern stehen wir unseren Kindern als Ansprechpartner zur Verfügung und geben Hilfestellungen - aber wir geben keine Nachhilfe.

 

Folgende Hausaufgaben werden erledigt:

 

Im Hort

 

Zuhause

- Schriftliche Arbeiten in allen Fächern

- Lesen

- Schreiben

- Malen

- Rechnen

- Gedichte, Lieder und Unterrichtsstoff lernen

 

 

3. Elternbeiträge:

Die Hortplatzgebühren sind gestaffelt und betragen, je nach Buchungszeit pro Monat:

 

3 bis 4 Std.  tägl. Buchungszeit

73 Euro

4 bis 5 Std.  tägl. Buchungszeit

78 Euro

5 bis 6 Std.  tägl. Buchungszeit

83 Euro

 

Die Hortplatzgebühren der Ferienzeit werden je nach Bedarf ermittelt. Es besteht die Möglichkeit 15 oder 30 Tage für die Ferien zusätzlich zu buchen.

 

 

3.1 Ferienbetreuung

In den Ferien und an schulfreien Tagen gilt eine ganztägige Öffnungszeit von 6:30 Uhr bis 16:30 Uhr. Die Kinder werden in der Kernzeit im Hort betreut, anschließend im Kinderhaus.

 

Die Ferienbetreuung unseres Horts nimmt einen großen Stellenwert ein. Bei der Erarbeitung der Ferienpläne greifen wir die Vorschläge der Kinder auf. Dies geschieht  durch regelmäßige Kinderkonferenzen. Die Kinder sollen einen Ausgleich zum Schulalltag bekommen. Deshalb ist das Ferienprogramm abwechslungsreich  und auf die Bedürfnisse der Kinder gestaltet.

 

 

3.2 Zusammenarbeit mit Eltern/ Formen der Elternarbeit

Der Austausch zwischen den pädagogischen Personal und Eltern, sowie gegenseitiges Vertrauen ist für die Kinder von großer Bedeutung.

 

Dies wird ermöglicht durch:

- Tür und Angelgespräche

- Entwicklungsgespräche nach Vereinbarung

- Elternbriefe

- Elternabende

- aktuelle Elterninformationen an der Wandtafel

- Mitgestaltung von Festen

 

 

3.3 Kooperation Hort und Schule

Wir pflegen guten Kontakt zu den Lehrkräften der Grundschule, um über das Geschehen in der Schule informiert zu sein. Die zu betreuenden pädagogischen Fachkräfte nehmen an Elternabenden und Sprechstunden der Schule teil.

 

4. Arbeiten mit den Montessorimaterial

Das Motto „Hilf mir es selbst zu tun“ beschreibt den pädagogischen Ansatz sehr gut. Das Kind steht an erster Stelle. Montessori sah jedes Kind als Individuum - einzigartig und als respektable Persönlichkeit.
Die Basis für dieses Konzept ist, dass Kinder von Natur aus einen angeboren Lerndrang haben. Ziel ist es, den Kindern die Freude am Lernen zu erhalten und zu fördern.

 

Maria Montessori entwickelte Materialien für:

- Übungen des praktischen Lebens

- Die Schulung der Sinne

- Die Entwicklung der Sprache

                                                         - den Aufbau mathematischen Denkens
                                                         - die Kosmische Erziehung

 

4.1 Praktische Beispiele aus dem Hortalltag

Das Mathematische Material dient dem Aufbau von Denk- und Ordnungsstrukturen.

 

Ziele Goldenes Perlenmaterial:

- Kennenlernen der Stellenwerte 1er/ 10er/100er/1000er

- Das Kind erfährt die Stärke der 10 im Dezimalsystem. Es können alle Grundrechenarten mit den goldenen   

  Perlen berechnet werden (bis 9999)

- Mit dem goldenen Perlenmaterial wird der Zahlenraum bis 1000 eingeübt und gefestigt

 

 

Ziele der Geometrischen Körper und Flächen:

- In der Geometrie ist das wörtliche Erfassen von Oberflächen und Formen sehr wichtig. Mit diesem Material bekommen die Kinder ein Verständnis

  für Grundflächen, Kanten, Rundungen und Ecken.

 

Das Sprachmaterial unterteilt sich in verschiedene Bereiche. Gefördert wird dadurch die korrekte Schreibweise der Buchstaben.

 

Ziele der Sandpapierbuchstaben/ Zahlen und Sandmalen:

- Lernen von Buchstaben

- Lernen der richtigen Schreibweißen von Buchstaben und Zahlen

- Einprägen von Zeichen und Formen durch taktile Reize

 

 

Die Arbeit mit dem Sinnesmaterial weckt den Geist und öffnet die Sinne.

 

Ziele:

- Schulung der Sinne

- Eigenschaften erkennen z.B. Größe, Dicke

 

 Bei der kosmischen Erziehung wird dem Kind die Welt und die Kultur, in die es hineingeboren wurde nähergebracht

 

Ziele:

- Kennenlernen von Pflanzen, Umwelt, Geschichte, Jahreskreis

 

 


Die Übungen des täglichen Lebens sind die Grundlage dafür, selbstständig werden zu können. Jeder Mensch braucht sie, um in seiner sozialen und kulturellen Umwelt selbstständig zurechtzukommen.

 

Ziele:

- Hier liegt zugleich ein wichtiger Punkt unserer Gesundheitserziehung.

- Auch auf eine gesunde Brotzeit legen wir Wert, sowie auf das Händewaschen vor dem Essen und nach dem Toilettengang. Materialien in den

  Horträumen (z.B. Bücher über den menschlichen Körper) helfen den Kindern, die Bedeutung der Gesundheit besser zu verstehen. In

  Gruppeneinheiten und Einzelaktionen werden die Inhalte der Gesundheitserziehung vertieft und ausgebaut. Die Kinder können sich auch beim

  Mittagessen ihr  Essen selbst nehmen um abzuwägen, wie viel sie schaffen.

 

 

5.Freizeit- und Bildungsangebote:

Verschiedene Tisch- und Gesellschaftsspiele                 Kreativbereich                                        Leseecke                                                 Bauteppich

5.1 Außenbereich:

Aktivitäten in der Natur spielen eine wichtige Rolle. Bewegung im Freien stärkt die Konzentrationsfähigkeit, beugt Haltungsschäden und Koordinationsmängel vor. Nach dem Erledigen der Hausaufgaben stehen den Kindern ein Fußballfeld, ein Klettergerüst, viele Bäume und Büsche für Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten zur Verfügung.